Backendampfen oder Lungendampfen

Was bedeutet Backendampfen:

Bei dieser Methode wird der Dampf zunächst im Mund­raum gesammelt und erst dann in die Lunge inhaliert. Das führt zu einem besonders intensiven Geschmackserlebnis, weil die Aromen länger von den Geschmacksnerven auf der Zunge wahrgenommen werden können. Der Dampf kann bei dieser Zugtechnik auch in die Nase gelangen, wo der Geruchssinn für eine Steigerung der Intensität sorgt. Durch das langsame Ziehen ist zudem die Dampfmenge, die inhaliert wird, etwas besser zu kontrollieren als beim Dampfen mit direkten Lungenzügen. Das Backendampfen ist also besonders für Genussmenschen geeignet, die sich in aller Ruhe am Aroma ihres Liquids erfreuen wollen. Um das Backendampfen optimal zu gestalten, sollte bei der Wahl des Verdampferkopfes darauf geachtet werden, dass sein Widerstand mindestens 1,0 Ohm oder mehr beträgt. Noch intensiver wird es, wenn man den Dampf aus den Backen nicht in die Lungen zieht, sondern bei leicht ge­öffnetem Mund langsam wieder entweichen lässt und ihn dann durch die Nase einatmet. Dieser Tipp ist für Kunden interessant, die noch auf der Suche nach dem Lieblingsli­quid sind, denn der feine Geruchssinn gibt die Aromen auf diese Weise noch wesentlich nuancierter wieder.

Unterscheidet sich das Backendampfen sehr von Lungenzügen?

Das tut es - denn beim direkten Lungendampfen (abge­kürzt DL für das englische „Direct Lung") steht der Kick
im Vordergrund. Dafür werden hier die Aromen nicht so stark und intensiv wahrgenommen. Anders als beim Backendampfen inhalieren E-Zigaretten-Fans den Dampf bei dieser Zugtechnik direkt in die Lunge. Da das Lungenvolumen größer ist als das der Mundhöhle, wird bei einem Zug viel mehr Dampf aufgenommen und im Fall einer Nikotin­zugabe, dementsprechend mehr Nikotin.
Aufgrund der höheren Dampfmenge nutzen Direct Lung-Dampfer meist geringere Nikotinkonzentrationen, was auch zu empfehlen ist. Beim Lungendampfen ist es zudem möglich, wesentlich stärkere, größere und dichtere Dampfwolken zu erzielen, weshalb diese Zugtechnik bei den sogenannten "Cloud Chasern" besonders beliebt ist. Für diese Technik sollten Verdampferköpfe mit einem niedrigen Widerstand unter einem Ohm gewählt werden und der verwendete Clearomizer sollte mit einer Airflow Control ausgestattet sein, wodurch eine ausreichende Luftzufuhr und der geringe Zugwider­stand positiv beeinflusst werden.

Tipp für die richtige Technik: Bei Lungenzügen sollte circa zwei Sekunden, bevor der Zug beendet wird, der Feuer­knopf losgelassen werden. So kann der Verdampferkopf schon etwas abkühlen, während der Zug noch erfolgt. Das verhindert, dass sich Restdampf im Luftkanal sammelt und dort kondensiert.